Die Verlegerin (2018)
Im Rahmen der Filmgespräche in der Mohr-Villa besprechen Frau Dr. Margit Riedel und Sebastian Maile gemeinsam mit den Teilnehmenden interessante Spielfilme u. Dokumentationen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Landesmediendiensten Bayern statt.
Katharine "Kay" Graham, die Tochter eines reichen Finanziers und Zeitungsbesitzers, war bis zum Tod ihres Mannes nur Ehefrau und Mutter von vier Kindern. Nun ist sie selbst Herausgeberin der "Washington Post" und die erste Zeitungsverlegerin der USA. Umgeben von lauter Männern hat sie ohnehin keinen leichten Stand. Außerdem steht das Blatt kurz vor dem Börsengang, als es 1971 Informationen über die streng geheimen "Pentagon Papers" bekommt, brisantes Material zur Rolle der amerikanischen Regierung im Vietnamkrieg.
Es geht um einen großen Verschleierungsskandal im Weißen Haus, über den Chefredakteur Ben Bradlee als Vollblutjournalist unbedingt berichten will. Graham bangt dagegen um den Verlag und ihre Angestellten, denn bei einer Veröffentlichung könnten hohe Strafen für den Verrat von Staatsgeheimnissen drohen. Ihre Position als Verlegerin, amerikanische Patriotin und Geschäftsfrau bringt sie in eine moralische Zwickmühle. Schließlich entscheidet sie: „Wir drucken!“ In ihrem Kampf für die Pressefreiheit riskieren Graham und Bradlee ihre eigenen Karrieren und die Zukunft der Zeitung.